13.02.2025 #darfichdas?
- Karin Moser
- 13. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wie die meisten von euch wissen, habe ich ja mit 31.12.2024 meinen Bankjob nach 26 Jahren beendet und bin in meine volle Selbständigkeit gestartet. Heute ist schon der 13.02., die Zeit vergeht wie im Flug. Meine Praxis läuft gut darf ich sagen. Aber jeden Tag von früh bis spät Termine hab ich – noch – keine. Meine Klienten verteilen sich durch die Woche. Und so bleibt derzeit viel Zeit für mich. Und die nutze ich auch stark für mich. Ich schlafe in letzter Zeit oft lange. Ich lebe einfach so in den Tag. Auch heute sitze ich vor meinem Laptop und schaue Videos über unterschiedlichste Themen.
Und jetzt kam mir folgende Frage in den Sinn: Darf ich das überhaupt? Darf ich mir diesen „Schlendrian“ erlauben?
Meine Söhne müssen jeden Tag zur Schule. Mein Mann geht jeden Tag zur Arbeit. Meine Freunde gehen jeden Tag arbeiten und der Großteil hat massiven Stress und vielen geht es gesundheitlich und seelisch gar nicht gut. Alle sind arg beschäftigt und geschäftig und tun und machen und ich? Ich hab mir grad einen Kaffee gemacht und schau mir Videos über die aktuelle Zeitqualität an. Es geht mir körperlich und seelisch gut. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Und da kam die Frage in mir hoch – darf ich das? Sofort setzt ein schlechtes Gewissen ein, eine Art von Scham kommt in mir hoch.
Ich habe derzeit sehr wenig MUSS in meine Leben und sehr viel DARF. Und JA! Das ist gut so!Ich habe nicht nur den Großteil meiner 26 Jahre im Bankjob mit so viel MÜSSEN leben müssen. Nein. Ich habe über 40 Jahre lang mit so vielen MUSS und SOLL und GEBEN gelebt.
So viele Jahrzehnte gab es so viel Druck auf und in mir. Eigentlich eh erstaunlich, wie lange das mein Körper und meine Seele ziemlich unbeschadet ausgehalten haben. Und wieder eine Frage: Darf ich auf das stolz sein?
Die Antwort auf das alles lautet: JA! Ich darf verdammt stolz auf mich sein, was ich gemeistert, geschafft und geschaffen habe. Und jetzt ist es an der Zeit das MÜSSEN ins DÜRFEN und das ständige GEBEN in ein dankbares an-NEHMEN umzuwandeln.
Und das hat nix mit Egoismus, übertriebenem Ego oder sonst was zu tun. Wir müssen nicht immerzu LEISTEN, um GELIEBT zu werden. Wir sind hier, um zu lieben und zu er-leben. Und sobald für das Erkennen sind wir zu unendlich großen und wunderbaren „Leistungen“ fähig. Nur fühlt sich das dann nicht mehr als Druck und muss an. Es fühlt sich leicht und wunderbar an. Nach Zufriedenheit. Fülle. Liebe. Freude. Dankbarkeit.
Das Herz wird warm und weich. Genau das fühle ich gerade. Ich sitze hier und schreibe und leiste eigentlich nix doch in Wirklichkeit so viel.
#traudich auch mal nix zu tun und damit wundervolles zu leisten
PS: Und ja, es ist mir bewusst, welch mega Rückenwind ich grade von Universum, von Gott, von den Engeln oder wie auch immer ihr es nennen mögt erhalte und so in der Lage bin MEIN Leben zu leben, und dass dies nicht für alle hier zutrifft und einige hier in nicht so guten Lebensphasen seid.
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