17.08.2026 #sicherheit#eisprinzessin
- Karin Moser
- 17. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Sicherheit. Sich sicher fühlen. Ich dachte immer, dass mein Lebensthema das allein sein, die fehlende Zugehörigkeit ist. Grade ist mir klar geworden: ohne Sicherheit auch kein Zugehörigkeitsgefühl. Wie kann ich mich anderen öffnen, mein wahres Ich zeigen und leben, mein Herz öffnen, unbeschwert sein, auch mal übermütig sein und vielleicht die ein oder andere Dummheit machen, wenn ich mich nicht sicher fühlen kann? Ein Gefühl, ganz tief drinnen macht sich dann bemerkbar und bremst – pass auf, das ist nicht sicher, du bist nicht sicher, was ist, wenn, … und schon geht der „Schutz-Panzer“ wieder zu.
Eisprinzessin. Diesen Spitznamen habe ich bei meiner Holistic Pulsing Ausbildung erhalten. Keine Tränen, die während einer Sitzung fließen. Keine allzu innigen Umarmungen nach einer Übung. Keine zu tiefen Einblicke in mich und mein Herz. Wie in einem Schutz-Panzer aus Eis gefangen. Und nein, ich finde den Spitznamen ist nicht gemein oder so. Er spiegelt wider, wie mich meine Außenwelt wahrnimmt. Kühl, undurchdringlich, unnahbar, hart, klar. Meistens mit einem gewissen Sicherheits-Abstand.
Das Paradoxe an der Geschichte. Ich selbst kann nur sehr schwer Sicherheit empfinden und dennoch kann ich meinen Klienten so viel Sicherheit vermitteln.
Solltet ihr nun sagen. „Das geht doch nicht. Nur wer sich selbst sicher fühlen kann, kann auch dieses Gefühl weitergeben.“
Für mich ist das wie mit der Selbstliebe. Hier heißt es ja auch oft „Nur, wer sich selbst liebt, kann auch andere aus vollem Herzen lieben.“ Nein. Ich kann auch andere Menschen bedingungslos lieben, auch wenn ich selbst Schwierigkeiten damit habe. Und ich kann auch Menschen Sicherheit, Geborgenheit und Halt geben, auch wenn ich es selbst nur schwer bekommen und empfinden kann.
Die besten Beispiele dafür sind meine beiden Söhne. Wäre ich nicht in der Lage sie zu lieben und sie sich absolut sicher fühlen zu lassen, wären aus ihnen keine solch starken und klaren Persönlichkeiten geworden, welche sie nun mit 20 und 17 Jahren sind.
Woher dieses fehlende Sicherheitsgefühl bei mir kommt, ist mir bewusst. Wie ich es nun bearbeiten, verändern und vielleicht irgendwann auflösen kann, weiß ich noch nicht.
Aber was predige ich euch und meinen Klienten immer? Was uns bewusst wird, dürfen wir anschauen. Wir dürfen es bearbeiten. Wir dürfen neue Erfahrungen machen.
Vielleicht ist das meine nächste Aufgabe:
Nicht mehr nur anderen Sicherheit zu geben, sondern sie auch selbst immer mehr fühlen zu können.
Und vielleicht beginnt genau dann das Eis zu schmelzen.

Ich finde Dich nicht unnahbar - aber vielleicht weil ich die Gabe habe hinter die Fassade zu schauen (Glaube ich zumindest) Das mit der Sicherheit kenne ich auch sooo gut. Sooo schwer! Es geht so tief - besonders wenn es einmal so wichtig war ständig zu scannen wo „Gefahr“ lauert um sich dann „richtig“ verhalten zu können um vermeintliche Sicherheit zu erlangen. Die uns Sicherheit geben sollten haben es nicht getan. Jetzt steht man als Erwachsener da und muss lernen sich selbst Sicherheit zu geben. Nur die richtige Anleitung gibt es dafür leider nicht bzw. kenne ich auch noch nicht 🧐. Ich drück Dich!