01.04.2025 #deraprilmachtwaserwill
- Karin Moser
- vor 24 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Von mir aus, kann er tun was er will der April. Gerne auch verschwinden. Ich mag ihn nicht den April. Schon Ende März schleicht eine Traurigkeit in mich rein. Zuerst noch ganz still, leise und leicht, um dann mit dem Start des Monats Nr. 4 eine anfangs oft gar nicht zu beherrschende Macht über mich zu gewinnen. Schwere und dunkle Gedanken, das Gefühl von Ohnmacht ziehen ein. Heute hat die illustre Truppe grade eingecheckt. Hoffentlich bleibts heuer wieder nur bei einem Kurzaufenthalt.
15.4. + 22.04.2005. 02.04.2022. Diese 3 Tage sind wie in mir eingebrannt. In meinem Herz, meinen Gedanken, meinen Zellen, überall. 2005 musste ich meine beiden Seelchen schon so früh wieder gehen lassen und 2022 starb mein Kater von jetzt auf gleich in Sekunden neben mir.
„Geh Karin! Das ist ja schon so lange her und es war ja nur a Katz! Das darfst du auch mal alles gut sein lassen.“ Das denken nicht nur viele von euch jetzt. Ich bin da niemanden bös. Ich denk mir das auch. Ich hab schon so einiges probiert, um die Erinnerungen aus mir zu bekommen. Zu löschen. Aber will ich das? Nein. Ich will keine Erinnerungen, Gefühle, ... löschen. Die Erinnerungen bereiten mir keine körperlichen Probleme. Nicht mehr. Nur die Traurigkeit ist geblieben. Und sie darf auch bleiben. Ich lehne sie nicht mehr. Verstecke sie nicht mehr. Ja, es ist verdammt lang her und ja es war nur eine Katz. Und es tut mir trotzdem weh. Und das darf so sein.
Das dürft ihr euch auch gern selbst dick wohin schreiben: Niemand, absolut niemand hat das Recht über eure Gefühle zu richten. Sie klein zu reden. Alles darf da sein. Alles will gefühlt werden. Lehne deine Gefühle nicht ab, nur weil sie den anderen nicht gefallen.
Denn sobald wirs annehmen lernen, dann werden die Aufenthalte der „illustren Truppe“ von wochenlangen AI-Cluburlauben mit Tamtam und Brimborium oftmals bald zu spontanen, komplikationsfreien Kurztrips im Selbstversorger-Appartement.
Und als würd mir das April-Thema nicht schon reichen, gibt’s da natürlich auch noch ein paar andere „Baustellen“ zum Thema Ursprungsfamilie, Selbständigkeit, Prägungen, Glaubenssätze, etc. Aber das ist eine andere Blog-Geschichte. ;)
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